In einer homöopathischen Konstitutionsbehandlung oder auch antimiasmatischen Kur wird der Mensch in seiner Gesamtheit therapiert, d.h. es wird nicht eine Erkrankung isoliert behandelt, sondern Geist, Körper und Seele werden mit einbezogen.

Die Konstitutionsbehandlung gleicht ein Zuviel oder Zuwenig aus und das auf o.g. Ebenen. So kann z.B. ein Bluthochdruck mit dem Selben Mittel wie auch der zu niedrige Blutdruck behandelt werden. Ein Prozess wird in Gang gesetzt, der sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene für ein Finden der Mitte förderlich sein kann.

Stärkung des Immunsystems

Der Patient wird in seiner Abwehrkraft unterstützt und somit das Immunsystem gestärkt.

Ererbte und/oder erworbene Belastungen werden abgetragen. s.Miasma

Gerade Kinder reagieren besonders gut auf eine solche Behandlung, da die Lebenskraft bei diesen noch nicht geschwächt ist.

Umfassende Anamnese

Eine Konstitutionsbehandlung beginnt mit einer umfassenden Anamnese, die sowohl die eigene Biografie als auch die Erkrankungen in der nahen Blutsverwandschaft umfasst.

Das ist die Grundlage für die Mittelfindung und für die Beurteilung des Heilungsprozesses.

Mitarbeit des Patienten

Für den weiteren Therapieverlauf ist die Mitarbeit des Patienten wichtig. Er sollte sich gut beobachten, denn körperliche und geistige Symptome sind die Sprache der Lebenskraft. auch wenn sie mit der momentanen Erkrankung augenscheinlich nicht im Zusammenhang stehen . Sie weisen darauf hin, ob der Heilungsprozess in die richtige Richtung geht und somit das Arzneimittel in seiner Art und Dosierung richtig verordnet ist .

Bei Kindern sollten die Eltern diese Beobachtung übernehmen.

Hierbei hat sich das Führen eines Tagebuches bewährt.

Verabreichung der Arzneimittelgabe

Die Arzneimittelgabe erfolgt entweder einmalig als Globuli oder täglich in Tropfenform als LM-Potenz. Dies wird individuell verordnet. Vor und nach einer jeden Gabe sollte weder gegessen noch getrunken werden, um eine optimale Aufnahme über die Mundschleimhaut zu gewährleisten.

Die Dosierung

Die Dosierung der LM-Potenzen erfolgt in der Regel in Wasser verdünnt. Vor jeder Gabe einer LM-Potenz muss die Flasche 10x gegen den Handballen geklopft werden. Das erste Glas bedeutet, dass die Tropfen in ein Glas mit ca. 100 ml Wasser getropft werden, dies wird dann mit einem Plastiklöffel umgerührt und entweder wird ein Schluck aus diesem Glas getrunken oder ein Teelöffel eingenommen.

Das zweite Glas bedeutet, dass man sich 2 Gläser a’ 100 ml bereitstellt, die Tropfen in das erste Glas gibt, mit einem Plastiklöffel umrührt und einen Plastiklöffel ins nächste Glas überführt, um hieraus einen Schluck oder Löffel einzunehmen.

Beim dritten Glas würde man 3 Gläser a’ 100 ml bereitstellen und aus dem 2.Glas einen Löffel ins 3. Glas überführen, umrühren und einnehmen usw.

Lagerung der Arznei

Die Arzneien sollten nicht neben technischen Geräten ( Fernseher, Computer, Mikrowelle etc.) gelagert werden, außerdem dürfen sie nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Antidotierung

Kampher und Menthol müssen während einer homöopathischen Behandlung gemieden werden, da sie antidotieren können, d.h. die Arzneimittelwirkung wird aufgehoben oder gestört.

Dies beinhaltet auch Lutschbonbons, Kaugummi und Zahnpasta.

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